Entwickler betreibt virtualisiertes Windows 10 auf dem Apple M1-Prozessor (ARM)

Seit mehr als 10 Jahren können MacOS-Benutzer Windows über Bootcamp und Virtualisierungslösungen wie Parallels auf ihren Computern ausführen und so auf die große Bibliothek mit Software und Spielen zugreifen.

Dies änderte sich mit der Einführung von Apples neuen Apple M1-basierten Macbooks, für die es derzeit weder von Microsoft noch von Apple eine Version von Windows 10 gibt.

Heute hat der Entwickler Alexander Graf jedoch enthüllt, dass es ihm gelungen ist, Windows 10 auf ARM erfolgreich in der quelloffenen virtualisierten QEMU laufen zu lassen, und zwar mit einem Patch, der bewirkt, dass der ARM-Code direkt auf dem Apple M1-Prozessor ausgeführt wird, ohne zuerst in x86-Code und dann wieder zurück in ARM übersetzt zu werden.

Die Lösung umgeht den Mangel an Treibern für die neue Apple-Hardware (die normalerweise von Bootcamp zur Verfügung gestellt wird) und ermöglicht dennoch eine Leistung auf nativem Niveau. Da Windows 10 auf ARM seinen eigenen x86-Übersetzer enthält, können Sie sogar 32-Bit-x86-Windows-Anwendungen auf Ihrem ARM-betriebenen Laptop ausführen, ebenfalls mit angeblich recht guter Leistung.

Graf führte die Windows ARM64-Insider-Preview über das Hypervisor.framework aus und konnte über einen benutzerdefinierten Patch für den QEMU-Virtualisierer eine "nahezu native Leistung" erzielen, indem er den Guest-Code direkt auf der Host-CPU ausführte.

s gibt noch einiges zu tun, und Unternehmen wie Parallels haben bereits angekündigt, dass sie an der Unterstützung für den Apple M1-Prozessor arbeiten, was darauf hindeutet, dass neue Macbook-Besitzer bald mehr Software-Optionen haben werden. Es ist allerdings interessant, dass von Microsoft keine eigene Version von Windows 10 auf ARM bereitgestellt, was ein Barrier für den regulären Einsatz einer solchen Lösung sein könnte.

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