Apple M1-Prozessor: Virtualisiertes Windows 10 auf ARM schneller als Surface Pro X 2

Wir berichteten bereits, dass es dem Entwickler Alexander Graf gelungen ist, Windows 10 mit ARM auf seinem Apple M1-basierten Macbook zum Laufen zu bringen, indem er es in einer gepatchten virtuellen Maschine laufen ließ, die den ARM-Prozessor direkt anspricht. Dies ermöglichte es ihm, alle Treiberprobleme zu umgehen und trotzdem eine sehr performante Lösung zu haben.

Graf stellte seine Patches für die virtualisierte Open-Source-QEMU frei zur Verfügung, und seine Arbeit wurde nun von anderen repliziert, was bedeutete, dass einige Benchmarks verfügbar wurden, um die Leistung der Lösung objektiv beurteilen zu können.

Erstens ergibt die native Leistung von Geekbench 5 auf dem Apple M1 mit MacOS eine Einkern-Bewertung von 1737 und eine Mehrkern-Bewertung von 7549.

Für Windows 10 auf ARM, das in einer virtuellen Maschine auf dem Apple M1-Prozessor läuft, ergibt die Single-Core-Bewertung 1288 und die Multi-Core-Bewertung 5449.

Für Windows 10 auf ARM, das auf einem Microsoft SQ2-Prozessor ausgeführt wird, beträgt die Einzelkern-Bewertung 799 und die Multicore-Bewertung 3089.

Der Vorteil blieb sogar für x86-Anwendungen, die auf dem Surface Pro X und Macbook liefen, erhalten.

Bei der Ausführung der x86-Version von Geekbench 4 erzielte Surface Pro X 2019 Single-Core und 6646 Multi-Core gegenüber 2553 Single-Core und 8917 Multi-Core für das virtualisierte Windows 10 auf ARM mit eigenem x86-Übersetzer. Die wichtigste Schlussfolgerung, die aus dieser Demo gezogen werden kann, ist, dass Apples M1-Prozessor und nicht MacOS 14-Optimierungen für die gute Leistung von Apples neuer Macbook-Reihe verantwortlich sind, und es bleibt abzuwarten, ob andere Anbieter von ARM-Chips aufholen können.