ZIP

Das ZIP-Dateiformat (engl.: zipper - "Reißverschluss") komprimiert Dateien. Zip ist eine verbreitete Art der Dateikomprimierung. Beim "Zippen" einer oder mehrerer Dateien wird ein komprimiertes Archiv erstellt, das weniger Speicherplatz als die unkomprimierte Version beansprucht. Es ist nützlich, um Dateien zu sichern und die Größe der über das Internet übertragenen Daten zu reduzieren.

Ein mit der Standard-Zip-Komprimierung erstelltes Archiv hat die Dateierweiterung .zip - zum Beispiel Archive.zip. Um die Datei oder die Dateien in einem Zip-Archiv zu öffnen, müsst das Archiv zunächst "entpackt" oder dekomprimiert werden. Sowohl Windows als auch MacOS enthalten ein integriertes Tool zum Dekomprimieren von Dateien, mit dem ZIP-Dateien entpackt werden können. Alternativ besteht die Möglichkeit zum Dekomprimieren einer Zip-Datei auch ein Archivierungsprogramm eines Drittanbieters wie 7-Zip oder WinZip zu verwenden.

Komprimierungsrate für Zip-Dateien

Wie stark eine Datei komprimiert werden kann, hängt von den Originaldaten ab. Beispielsweise kann eine reine Textdatei viel stärker komprimiert werden als eine JPEG-Bilddatei, da JPEG-Daten bereits komprimiert sind. Das Zippen einer Textdatei kann ein Archiv erzeugen, das nur 25% der ursprünglichen Dateigröße ausmacht, während eine gezippte JPEG-Datei immer noch 95% der ursprünglichen Größe haben kann.

Hinweis: "Zip" bezieht sich auch auf einen Wechseldatenträger, der von Iomega in den 1990er und frühen 2000er Jahren hergestellt wurde. Das ursprüngliche Zip-Laufwerk unterstützte 100-Megabyte-Zip-Wechseldatenträger - deutlich mehr als die 1,44-MB-Diskettenalternative. Spätere Modelle unterstützten 250- und 750-MB-Disketten. Die Popularität von Zip-Disketten verblasste, da die Kosten für Festplatten zurückgingen und die Speicherkapazität von tragbaren Flash-Laufwerken zunahm.

Dateierweiterungen: .zip, .zipx

Stand: 19.08.2020