Musk reicht Klage in Höhe von 134 Milliarden Dollar gegen OpenAI und Microsoft ein
Elon Musk hat wegen angeblicher Vertragsverletzungen eine Klage in Höhe von 134 Milliarden Dollar gegen OpenAI und Microsoft eingereicht. Musk war 2015 Mitbegründer von OpenAI und investierte damals 38 Millionen Dollar Risikokapital in das Unternehmen, verließ die Organisation jedoch 2018 aufgrund von Interessenkonflikten.
Im Jahre 2024 reichte er eine Klage gegen OpenAI wegen Verstoßes gegen die ursprünglichen Vereinbarungen ein.
Musk warf OpenAI und CEO Sam Altman vor, das Unternehmen zunehmend von einer ursprünglich gemeinnützigen Organisation in ein gewinnorientiertes Unternehmen umzuwandeln. Laut Musk hätte dies gegen die ursprüngliche Gründungs- und Kooperationsvereinbarung verstoßen und wäre zudem als unlauterer Wettbewerb zu werten.
Musk beauftragte einen Experten, den er zuvor noch nie eingesetzt hatte, C. Paul Wazzan, der zu dieser Schätzung gelangte, indem er zu dem Schluss kam, dass Musks frühe Beiträge zu OpenAI 50 bis 75 Prozent des aktuellen Wertes der gemeinnützigen Organisation ausmachten. Er kam zu diesem Ergebnis, indem er vier Faktoren analysierte: Musks gesamte finanzielle Beiträge vor seinem Ausscheiden aus OpenAI im Jahr 2018, Musks vorgesehenen Kapitalanteil an OpenAI im Jahr 2017, Musks aktuellen Kapitalanteil an xAI und Musks nicht-monetäre Beiträge zu OpenAI (wie Zeitinvestitionen oder die Nutzung seines guten Rufs).
Die atemberaubende Schadensersatzforderung überraschte OpenAI und Microsoft, denen im Falle einer Niederlage ebenfalls Strafschadensersatz drohen könnte.
Die Technologiekonzerne reichten umgehend einen Antrag auf Ausschluss von Wazzans Gutachten ein und begründeten dies damit, dass dieser Schritt notwendig sei, um eine Beeinflussung der Jury zu vermeiden. In ihrem Antrag behaupteten sie, dass Wazzans Berechnungen erfunden seien, da sie auf Berechnungen basierten, die der Wirtschaftsexperte laut eigener Aussage noch nie zuvor verwendet hatte und die er angeblich nur "aus dem Ärmel geschüttelt" habe, um Musk zufrieden zu stellen.
In einem Beitrag auf X schrieb Musk, er könne "die Verhandlung kaum erwarten. Die Enthüllungen und Zeugenaussagen werden euch umhauen."
OpenAI hat die Vorwürfe als Einschüchterungskampagne von Musk zurückgewiesen. Auch Microsoft bestreitet, an Vertragsverletzungen beteiligt gewesen zu sein, und erklärt, es gebe keine Beweise für die Vorwürfe.
Im März 2025 lehnte ein Gericht Musks vorläufigen Antrag auf Unterbindung der Umwandlung von OpenAI ab. Der Fall wird nun weiterverfolgt, der Prozessbeginn ist für April in Oakland, Kalifornien, angesetzt.
In der Zwischenzeit betreibt Musk sein eigenes KI-Unternehmen xAI, dessen Chatbot Grok Teil von X ist.