Windows 11: Internet-Geschwindigkeitstest ist Verknüpfung zu Bing.com
Vor einigen Tagen hat Microsoft die "Patch Tuesday"-Updates (KB5079473) für Windows 11 veröffentlicht. Diese enthielten Verbesserungen für Secure Boot, den Datei-Explorer, Windows Defender Application Control (WDAC) und vieles mehr. Abgesehen davon enthielt die Veröffentlichung auch Funktionen aus dem Nicht-Sicherheitsupdate vom Februar, dessen Highlight das neue Internet-Geschwindigkeitstest-Tool war, das in die Windows-11-Taskleiste integriert wurde.
Auf dem Papier klingt das nach einem hervorragenden Tool, das man zur Verfügung haben sollte, aber leider ist die Realität etwas enttäuschend. Man würde hoffen, dass man beim Öffnen des integrierten Geschwindigkeitstests auf dem Betriebssystem eine native Benutzeroberfläche für eine App sieht, die einem schnell die aktuelle Internetgeschwindigkeit anzeigt. Dies ist jedoch nicht wirklich der Fall.
Wenn Sie mit der rechten Maustaste auf das Internetsymbol in Ihrer Taskleiste klicken und "Geschwindigkeitstest durchführen" auswählen, wird ein neues Browserfenster geöffnet und ein Geschwindigkeitstest in Bing gestartet. Sie müssen dann in dieser Oberfläche auf die Schaltfläche "Start" klicken, um den Internet-Geschwindigkeitstest zu starten.
Im Grunde genommen ist das Internet-Geschwindigkeitstest-Tool in Windows 11 also nur eine etwas aufgehübschte Verknüpfung zu dieser URL auf Bing.com. Der Geschwindigkeitstest selbst wird von Ookla bereitgestellt, was auch bedeutet, dass Sie sogar die Webseite des Anbieters öffnen können, um denselben Test durchzuführen, wenn Sie möchten.
Es wirkt wie eine sehr spartanische Umsetzung, und ihr Hauptzweck scheint darin zu bestehen, die Nutzungszahlen von Bing in die Höhe zu treiben. Man würde erwarten, dass ein Billionen-Dollar-Unternehmen etwas mehr Aufwand in ein angeblich natives Tool steckt, das in einem Betriebssystem angepriesen wird, das von über einer Milliarde Menschen genutzt wird, aber stattdessen fühlt es sich einfach so an, als hätte jemand ein Häkchen gesetzt.
Um fair zu sein, hätte diese Umsetzung viel schlechter ausfallen können. Auch wenn sie Ihre Suchmaschinenpräferenzen nicht berücksichtigt, respektiert sie überraschenderweise Ihre Browser-Einstellungen. Sie startet den Geschwindigkeitstest zwar zwangsweise über Bing, öffnet aber nicht zwangsweise Microsoft Edge. Das ist angesichts der Geschichte von Microsoft etwas untypisch, aber wir nehmen jeden Vorteil, den wir bekommen können. Wer weiß, vielleicht führt Microsoft dieses Dienstprogramm mit dem nächsten Windows-Update in Edge ein – genießen Sie es also, solange Sie können.