Computervirus

Ein Computervirus ist ein Programm, Skript oder Makro, das dazu bestimmt ist, Schaden anzurichten, persönliche Informationen zu stehlen, Daten zu modifizieren, E-Mails zu senden, Nachrichten anzuzeigen oder eine Kombination dieser Aktionen.

Wenn der Virus ausgeführt wird, verbreitet er sich, indem er sich in oder über Dateien, Programme oder Bootsektor der Festplatte eines Computers oder möglicherweise alles andere, was beschreibbar ist, kopiert. Um eine Infektion zu verbreiten, nutzen die Entwickler von Viren detailliertes Wissen über Sicherheitslücken, Zero Days oder Social Engineering, um Zugriff auf den Computer eines Nutzers zu erlangen.

Welche Betriebssysteme sind anfällig für Viren?

Prinzipiell können alle Betriebssysteme mit einen Computervirus infiziert werden. Unabhängig davon, ob Sie Microsoft Windows, MacOS oder Linux verwenden, kann Ihr Computer gefährdet sein.

So schützen Sie Ihren Computer vor einem Virus

Sie können Ihren Computer vor Viren schützen, indem Sie ein Antiviren-Schutzprogramm installieren. Einmal auf einem Computer installiert, überwacht, erkennt und bereinigt das Schutzprogramm alle Computerviren, indem es nach Virensignaturen sucht.

Was kann ein Virus einem Computer antun?

Was ein Virus auf einem Computer anrichtet, sobald er den Computer infiziert hat, hängt von der Art des Virus ab. Normalerweise löschen die meisten Computerviren Daten, überschreiben Informationen, zeigen Nachrichten und hängen sich an anderen Dateien auf dem Computer. Fast alle Computerviren schädigen nur die Daten, die sich auf einem Computer befinden. Physikalischen Schaden an der Hardware ist nahezu ausgeschlossen.

Diese unterschiedlichen Arten von Computerviren:


Wann wurde der Begriff "Virus" zum ersten Mal geprägt?

Das Konzept eines sich selbst reproduzierbaren Computerprogramms wurde erstmals 1949 von John von Neumann in seinem Aufsatz "Theorie der selbst reproduzierenden Automaten" erwähnt. Später prägte Fred Cohen 1983 den Begriff Virus in einem Forschungspapier von 1984 als "ein Computerprogramm, das andere Computerprogramme beeinflussen kann, indem es sie so modifiziert, dass sie eine Kopie von sich selbst einschließen".

Der erste Computervirus, der als Elk Cloner bekannt ist, wurde 1982 von Rich Skrenta geschrieben, einem 15 jährigem Gymnasiast. Das Elk Cloner-Virus verbreitete sich auf andere Computer, indem es das Diskettenlaufwerk überwachte und sich auf jede Diskette kopierte, die in den Computer eingelegt wurde. Ein Computer, der infiziert wurde, zeigte bei jedem 50. Boot ein kurzes Gedicht an.

Stand: 02.09.2017