Microsoft bietet endlich offizielle Edge-Unterstützung für Linux an
Bereits im Mai 2024 hatte Microsoft die Systemanforderungen für Edge aktualisiert und dabei die Unterstützung für CPUs ohne SSE3 gestrichen. Diese Änderung fiel zeitlich in etwa mit der Einführung von Windows 11 zusammen, bei dem SSE4.2 und PopCnt für die Ausführung der Version 24H2 zwingend erforderlich waren.
Zwei Jahre später hat Microsoft die Support-Dokumentation für Edge erneut aktualisiert und schließlich die offizielle Unterstützung für Linux hinzugefügt. Genau genommen hatte Microsoft Edge bereits zuvor unter Linux unterstützt, da in der Dokumentation stand: "Microsoft Edge wird unter Linux unterstützt." Das Unternehmen hat nun näher erläutert, welche Distributionen offiziell getestet, validiert und für den Betrieb von Chromium Edge vorgesehen sind. Neowin entdeckte die aktualisierte Support-Seite im Internet.
Der Konzern aus Redmond hält jedoch weiterhin daran fest, dass auch andere Linux-Distributionen den Browser wahrscheinlich unterstützen könnten, dabei jedoch Probleme auftreten könnten. Microsoft schreibt: "Microsoft Edge wird auf den folgenden 64-Bit-Linux-Distributionen unterstützt: Ubuntu 18.04 oder höher, Debian 10 oder höher, openSUSE 15.5 oder höher, Fedora Linux 39 oder höher. Andere Linux-Distributionen ermöglichen möglicherweise die Ausführung von Microsoft Edge, werden jedoch nicht offiziell unterstützt."
Interessanterweise hatte Microsofts größter Konkurrent Google bereits im August 2019 – also vor sieben Jahren – eine genaue Liste der von Chrome unterstützten Linux-Distributionen geführt. Natürlich wurde die Liste im Laufe der Zeit aktualisiert, doch dies zeigt, wie weit Google bei der Pflege solcher Dokumentationen voraus war, da es sich hierbei um hilfreichen Informationen handelt, nach denen Nutzer oft suchen, wenn sie sich über Support und Systemanforderungen informieren möchten.
Apropos Google Chrome und Linux: Das Unternehmen kündigte kürzlich auch die Unterstützung von Chrome auf ARM64-Linux-Systemen an und bestätigte im Anschluss daran Ende des vergangenen Monats (August 2026), dass es nun auch mit dem Testen von Flatpak-Paketen beginnt.