Windows 11 beginnt automatisch mit der Indizierung Ihrer am häufigsten verwendeten Ordner
Microsoft hat mit der Einführung einer Suchfunktion für Windows 11 begonnen, die häufig verwendete Ordner automatisch in den Suchindex des Betriebssystems aufnimmt.
Windows indiziert nun automatisch Ihre am häufigsten verwendeten Ordner, wodurch Dateien aus diesen Verzeichnissen in späteren Suchergebnissen angezeigt werden.
Die Funktion wurde erstmals mit dem Preview-Update KB5120998 vom 27. August für die Windows-11-Versionen 24H2 und 25H2 eingeführt. Das Update aktualisierte Windows 11 25H2 auf Build 26200.9278 und Version 24H2 auf Build 26100.9278, wobei Microsoft die Änderungen an der Suche im Rahmen seiner schrittweisen Einführung auflistet.
Diese schrittweise Einführung bedeutet, dass die Verfügbarkeit je nach Gerät variieren kann. Microsoft erklärt, dass bei schrittweisen Veröffentlichungen Funktionen im Laufe der Zeit phasenweise bereitgestellt werden, sodass die Installation des Updates nicht bedeutet, dass jeder PC jede neue Funktion sofort erhält.
Die Änderungen aus KB5120998 wurden später in das kumulative Sicherheitsupdate KB5124008 vom 8. September aufgenommen. Diese Version erhöhte den Build von Windows 11 25H2 auf 26200.9445 und den von 24H2 auf 26100.9445; laut Microsoft enthält sie Verbesserungen aus KB5120998.
Benutzer, die die Option zur automatischen Indizierung erhalten, finden sie unter "Einstellungen > Datenschutz und Sicherheit > Suche". Die Option erscheint als "Zusätzliche relevante Speicherorte automatisch finden", und Benutzer können sie auf dieser Seite ein- oder ausschalten.
Das Deaktivieren der Option deaktiviert die Indizierung durch die Windows-Suche nicht. Bereits indizierte Speicherorte bleiben verfügbar, und Benutzer können Suchspeicherorte weiterhin über die regulären Indizierungseinstellungen von Windows verwalten.
In der Dokumentation zu Windows Search von Microsoft werden zwei Indizierungsmodi aufgeführt. Der klassische Modus indiziert standardmäßig "Dokumente", "Bilder", "Musik" und den Desktop, wobei zusätzliche Ordner über "Suchorte anpassen" und "Ändern" hinzugefügt werden können.
Der erweiterte Modus indiziert den gesamten PC, einschließlich der Benutzerordner und Dateien. Microsoft gibt an, dass dieser Modus umfassendere Suchergebnisse liefert und im Vergleich zum klassischen Modus möglicherweise zusätzliche Systemressourcen beansprucht.
Die neue Option verändert die Art und Weise, wie zusätzliche Speicherorte in den Index der Windows-Suche aufgenommen werden können. Ein Ordner, auf den ein Benutzer häufig zugreift, kann zu einem indizierten Speicherort werden, ohne dass der Benutzer ihn manuell über die bestehenden Indizierungssteuerelemente auswählen muss.
Microsoft hat die Kriterien, nach denen Windows einen Ordner als häufig verwendet einstuft, nicht veröffentlicht. In der Dokumentation wird weder eine Zugriffsschwelle noch eine bestimmte Anzahl von Ordneröffnungen angegeben, die die automatische Indizierung auslöst.
Die Erweiterung der Indizierung wurde zusammen mit mehreren anderen Änderungen an der Windows-Suche eingeführt. Microsoft erklärt: "Die Suchstartseite wurde vereinfacht", und Suchergebnisse kennzeichnen ihre Quelle nun als App, Einstellung, Datei, Web-Ergebnis oder Microsoft Store-Vorschlag.
Mit demselben Update wurde unter "Einstellungen > Datenschutz und Sicherheit > Suche" die Option "Vorschläge aus dem Web und dem Microsoft Store" hinzugefügt. Benutzer können wählen, ob diese Vorschläge neben den lokalen Windows-Suchergebnissen angezeigt werden sollen.
Windows aktualisiert seinen Suchindex weiterhin im Hintergrund, sobald sich Dateien ändern. Microsoft erklärt, dass der Index Informationen wie Dateinamen, vollständige Dateipfade, Eigenschaften und unterstützte Dateiinhalte katalogisiert, damit Windows bei einer Suche passende Elemente abrufen kann.
Benutzer, die eine manuelle Steuerung bevorzugen, können die neue Option für häufig verwendete Ordner deaktivieren und Speicherorte über die bestehenden Indizierungssteuerelemente verwalten. Auf PCs, auf denen die Einstellung noch nicht angezeigt wird, wartet möglicherweise noch auf die schrittweise Einführung.