Googles Gemini, OpenAIs ChatGPT oder Copilot halten Einzug im Senat

Mitarbeitern des Senats wurde die Erlaubnis erteilt, einige der beliebtesten KI-Tools für Aufgaben wie die Bearbeitung von Dokumenten, die Zusammenfassung von Informationen und die Vorbereitung von Briefing-Materialien zu nutzen.

Mitarbeitern des Senats ist es nun gestattet, KI-Chatbots wie Googles Gemini, OpenAIs ChatGPT oder Microsoft Copilot zur Unterstützung ihrer Arbeit einzusetzen.

In einem Memo an die Mitarbeiter, das der New York Times vorliegt, wurde den Mitarbeitern die Erlaubnis erteilt, Copilot zu nutzen, um "bei routinemäßigen Senatsaufgaben zu helfen, darunter das Verfassen und Bearbeiten von Dokumenten, das Zusammenfassen von Informationen, die Vorbereitung von Gesprächspunkten und Briefing-Material sowie die Durchführung von Recherchen und Analysen."

In dem Memo wurde Anthropics Claude, einer der weltweit beliebtesten Chatbots, nicht erwähnt. Dieser steht derzeit in der Kritik der Trump-Regierung, wobei der Präsident das KI-Unternehmen in einem Beitrag auf Truth Social als "linke Spinner" bezeichnete. Das Repräsentantenhaus erlaubte seinen Mitarbeitern laut einem Bericht der POPVOX Foundation aus dem letzten Jahr, Tools wie ChatGPT, Copilot, Gemini und Claude für ihre Arbeit zu nutzen. Allerdings gibt es Einschränkungen bei sensiblen Anwendungsfällen, wie dem Umgang mit sensiblen Daten oder dem Verfassen von Reden. Es bleibt weiterhin unklar, ob Mitarbeiter, die die Chatbots nutzen, mit sensiblen Daten arbeiten dürfen. Sprecher sowohl der Demokraten als auch der Republikaner im Geheimdienstausschuss des Senats reagierten nicht auf die Anfrage der NYT zu den Richtlinien, die für den Einsatz von KI-Chatbots bei der Ausschussarbeit gelten.

Auch wenn dies möglicherweise das erste Mal ist, dass Senatsmitarbeiter die offizielle Genehmigung erhalten haben, Tools wie ChatGPT bei ihrer Arbeit zu nutzen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie diese nicht zum ersten Mal für senatsbezogene Aufgaben einsetzen.

Eine Untersuchung von Business Insider im vergangenen Jahr ergab, dass "Dutzende" von Gesetzgebern auf dem Capitol Hill ihren Mitarbeitern die Erlaubnis erteilt hatten, KI-Tools zu nutzen, darunter der demokratische Senator Chris Murphy aus Connecticut. Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren aus Massachusetts sagte: "Ich habe kein Problem damit, dass meine Mitarbeiter ChatGPT als eines ihrer Tools nutzen."

Es wäre nicht gerade überraschend, wenn Chatbots bereits inoffiziell von Regierungsmitarbeitern genutzt worden wären. Forscher haben darauf hingewiesen, wie viele Branchen im Dienstleistungssektor von einer Epidemie von "Workslop" betroffen sind, wobei insbesondere in Branchen wie der IT und den professionellen Dienstleistungen der unautorisierte Einsatz von KI weit verbreitet ist.