SSD Speicher nachrüsten

Eine Nachrüstung mit SSD - Solid State Drive - verschafft dem Anwender eine neue Speichermöglichkeit seiner Daten ohne Mechanik und mit weniger Leistungsaufnahme, die zudem besonders leistungsfähig und schnell ist. Davon profitieren sämtliche Rechner, besonders aber Notebooks und Netbooks mit ihren Festplatten, die schnell an Grenzen der Kapazität und Geschwindigkeit stoßen.

SSD statt Festplatte

Einige Note- und Netbooks sind schon länger mit SSD statt mit einer herkömmlichen Festplatte ausgestattet, seit Anfang 2009 werden sie zum Nachrüsten angeboten, unter anderem als PMCIA-Karte für ein Notebook. Ein SSD ist als Alternative zur Festplatte mit ihrem ferromagnetischen Speicher besonders schnell. Bei Index- und Dateisuchen wird der Geschwindigkeitsvorteil deutlich spürbar. Es gibt sie in zwei Varianten, mit der SLC- und der MLC-Technik. SLC ist teuer, aber auch schneller und langlebiger. Die Kapazitäten beginnen ab etwa 4 GB und reichen nach oben zum Beispiel bis 64 GB, 128 GB oder 240 GB (bei SLC-Speichern) beziehungsweise 480 GB (MLC-Speicher). Die Schreib- und Lesegeschwindigkeiten können bei einer SLC mit 240 GB Kapazität (oder einer MLC mit 480 GB) jeweils 500 MB/s betragen (Stand: Sommer 2012). Experten raten, bei einem SSD-Speicher für ein Netbook mindestens 32 GB zu wählen, darunter wäre die Speicherkarte eine bessere Wahl. Die Preise liegen im Sommer 2012 für eine 128-GB-SLC-Karte bei rund 350 Euro. Das ist natürlich teurer als herkömmliche Festplatten, bei denen 500 GB für deutlich unter 100 Euro zu haben sind, es dreht sich bei SSD eindeutig um den Geschwindigkeitsvorteil - und der ist enorm.

SSD-Varianten

Es gibt die unterschiedlichsten Varianten und den zugehörigen Features. Die Beschreibung von rund 250 GB ist in der Regel in weniger als 20 Minuten erledigt, dabei wird rund ein Watt an Leistung aufgenommen. Verbatim aus Eschborn bietet Notebook-Besitzern die SSD-Speicher im PCMCIA-Express-Card-Standard an, ab 16 bis 64 GB Kapazität sind sie hervorragend als Speichererweiterung zu verwenden, die eine wesentlich höhere Schreib- und Lesegeschwindigkeit als etwa USB-Sticks aufweist. Von Buffalo Technology gibt es eine SSD für den lüfterlosen Betrieb, was die LinkStation Mini des Herstellers lautlos macht. Hier werden zwei SSDs mit je 120 GB in das Modell integriert. Daten werden damit doppelt gespeichert, was Verluste im Prinzip ausschließt. Das alles hat (noch) seinen Preis, doch dieser dürfte vielen Nutzern gerechtfertigt erscheinen. SSDs haben keine mechanischen Teile, sind damit erschütterungsunempfindlich (Notebook-Nutzer kennen das Drama während einer Zugfahrt, wo ein heftiges Rütteln eine soeben vorgenommene Datenspeicherung obsolet macht) und verschleißen vor allem sehr viel langsamer. Außerdem arbeiten sie im Prinzip geräuschlos und verbrauchen sehr wenig Strom. Bei normalen Anwendungen erfolgt der Datenzugriff wesentlich schneller, was sich schon beim PC-Start in einer sehr viel schnelleren Startzeit bemerkbar macht.