Ordner automatisch sichern

Backups vom Gesamtsystem sind wichtig, in regelmäßigen Abständen mindestens genau so wichtig. Dies kann bei umfassenden Installationen aber auch sehr Zeitintensiv sein. Aus diesem Grunde genügt im Normalfall eine Sicherung im Wochenrhythmus. Ordner beziehungsweise Dateien die täglich genutzt werden, sollten häufiger gesichert werden. Damit das Sichern nicht vergessen wird, sollte die Aufgabe automatisiert werden. Seit Windows Vista existiert das Kommandozeilentool Robocopy.

Als erstes tippen Sie
cmd
in das Suchfeld des Startmenüs ein und wählen anschließend
cmd.exe
 aus. Robocopy benötigt den Quell- und Zielordner mit der Angabe des Pfades plus weitere Optionen zum Ausführen. Die Option 
/E
wird benötigt um alle Unterverzeichnisse miteinzubeziehen. Außerdem sollten die standardmäßigen Wiederholversuche abgeschaltet werden. Dies sorgt dafür, dass der Vorgang nicht durch eine geöffnete Datei den Zugriff blockiert und somit komplett angehalten wird. Dafür sind die Optionen
/W:0 /R:0
verantwortlich. Abschließend benötigt es noch den Parameter
/MOT:n
. Dieser steht für die zeitgesteuerte Überwachung des Quellordners, wobei
n
den Zeitraum (Minuten) für die Wiederholung angibt. Der Quellordner wird nun geprüft und sollten Änderungen auftreten wiederholt er den Kopierbefehl nach der jeweiligen Intervalle. Der Aufruf für ein stündliches Backup lautet wie folgt:
robocopy C:\daten D:\daten /E /R:0 /W:0 /MOT:60
. Robocopy funktioniert nur bei geöffneter Kommandozeile. Deshalb sollte der Aufruf dieses Befehls beim Systemstart erfolgen. Hierfür erstellen Sie mit dem Notepad eine Textdatei mit oben gezeigten Befehl als Inhalt und speichern die Datei mit der Endung
.bat
. Die gespeicherte die muss nun in den Ordner:

C:\ProgramData\Microsoft\Windows\Start Menu\Programs\Startup

kopiert werden. Nun wird sie beim Start des Systems automatisch ausgeführt. Hinweis: Diese Backupmethode ist nur für wenig umfangreiche Ordner zu empfehlen. Für große Fotosammlungen, Video- oder Musikarchive ist sie weniger geeignet, da das System sonst zu stark ausgebremst wird. Zudem sollte sich der Sicherungsordner auf einem physisch anderen Laufwerk befinden. Zum Beispiel die zweite Festplatte, USB-Stick oder einer SD-Karte.