Wie funktioniert ein Tintenstrahldrucker

Ein Tintenstrahldrucker ist Drucker, bei dem kleinen Tintentröpfen auf das Druckerpapier gespritzt werden. Gegensätzlich dazu gibt es Laserdrucker auf dem Markt, die mit einer Laserkartusche und demzufolge einer ganz anderen Technik arbeiten.

Ein Tintenstrahler arbeitet mit sogenannten Druckpunkten. Pro Druckpunkt wird eine Menge von 2-4 Picolitern verwendet. Ein klassischer Tintenstrahldrucker verfügt über verschiedene Düsen. Diese Düsen sind mit der entsprechenden Tinte gefüllt, die bei einem Überdruck auf das Papier gepresst werden. An dieser Stelle trocknet die Tinte, allerdings nicht direkt, so dass das Papier erst einige Sekunden lang trocknen muss, bevor man es weiterverwenden (anfassen, laminieren, aufhängen etc.) kann. Durch Erhitzung der Tinte, bedingt durch Überdruck, wird die Tinte regelrecht auf das Papier gepresst, wodurch das gewünschte Druckbild entsteht. Da gleichermaßen ein Unterdruck entsteht, wird automatisch frische Tinte aus der Patrone gezogen. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass ein gleichmäßiges Druckbild entsteht.

Aus technischer Sicht wird das Papier durch einen sogenannten Schrittmotor durch das Gerät geschoben. Der horizontal sichtbare Druckkopf läuft in hoher Geschwindigkeit über das Papier und bringt die Tintentröpfchen in einer sehr hohen Geschwindigkeit auf das Papier. Die Steuerung ist dabei vollkommen elektronisch geregelt. Durch den Druckauftrag wird dem Drucker signalisiert, in welcher Geschwindigkeit der Druckkopf bewegt werden muss, wie da Papier zu bewegen ist und in welcher Menge die Tinte auf das Papier "geschossen" werden muss.

An dieser Stelle wird zwischen dem thermischen Druckverfahren und dem Piezodruck unterschieden. Der thermische Druck ist dadurch gekennzeichnet, dass die Tinte in hoher Geschwindigkeit durch den Druckkopf gedrückt wird. Auf diese Weise entsteht das entsprechende Bild auf dem Papier. Charakteristisch für dieses Verfahren ist das Verdampfen während des Druckvorgangs. Bei dem Piezo-Druckverfahren handelt es sich um eine rein mechanische Vorgehensweise. Es werden Piezokristalle verwenden. Bei Spannung verformen sich diese Kristalle und erzeugen auf diese Weise den entsprechenden Druck, der notwendig ist, um die Tinte auf das Papier zu pressen.

Die gemessene Druckgeschwindigkeit hängt stets von dem jeweiligen Anschluss ab, der genutzt wird. Bei einem USB Anschluss ist die Übertragungsrate wesentlich höher, als wenn ein Parallel-Anschluss genutzt wird. Generell ist anzumerken, dass die Druckgeschwindigkeit bei Tintenstrahldruckern in der Regel mehr als 50-60 Sekunden pro Farbbild dauert.