SSD-Festplatten

Schneller starten, arbeiten und speichern - dies alles ermöglicht die SSD-Technologie. Die Technik ist die gleiche wie die der USB-Speichersticks. Somit unterscheiden sie sich grundlegend von den mechanischen Festplattenlaufwerken, die mit einer rotierenden Platte arbeiten. Die SSDs (Solid State Drives) haben die identischen Anschlüsse wie klassische Festplatten. Es gibt sie in den Größen 2,5 und 3,5 Zoll.

Robust aber noch teurer Speicher

Da die SSDs keine beweglichen Bauteile enthalten, sind sie robuster als die mechanischen Festplatten. Zudem arbeiten sie lautlos und entwickeln wenig Wärme. Der Stromverbrauch entspricht dem der Festplatten - unter Volllast zwischen drei und vier Watt.
Nachteil Preis: Interne 2,5-Zoll-Festplatten mit 500 Gigabyte sind für ca. 50 Euro zu bekommen, SSDs mit gleicher Größe kosten zur Zeit rund 400 Euro.
Allerdings reicht auch ein kleineres Modell für um die 100 Euro auf dem das Betriebssystem installiert wird. Zum speichern der Daten kann ein herkömmlichen Festplatte genutzt werden.

Vergleich: Was bringt das Aufrüsten?

Die zur Zeit schnellste SSD, OCZ mit 256 Gigabyte, liest die Daten mit 504 Megabyte pro Sekunde (MB/s) und schreibt sie mit 480 MB/s. Zum Vergleich: Eine klassische Festplatte liest Daten mit 105 MB/s und schreibt mit 85 MB/s. Ein Windows 7-Notebook bootete nach dem SSD-Umbau in nur 20 statt in 100 Sekunden.
Wichtig: Das Betriebssystem und auch die Programme müssen auf der SSD installiert werden um den Geschwindigkeitsvorteil voll ausnutzen zu können. Außerdem nutzt die schnellste SSD nichts, wenn das gesamte System veraltet ist; Prozessor oder zu wenig Arbeitsspeicher.

SATA-3 und PCI-Express

Die meisten SSDs besitzen SATA 3-Anschlüsse. Es gibt sie aber auch als PCI-Express-Steckkarte; genutzt wird es aber wegen den hohen Kosten nur selten.

Lebensdauer der SSD

Es gibt immer wieder Beschwerden von Benutzer älterer SSDs, die nach einigen Monaten versagen. Bei einer simulierten Nutzungsdauer von mehreren Jahren traten keine Ausfälle auf - obwohl tausende Lese-, Schreib- und Löschvorgänge ausgeführt wurden.
Aber grundsätzlich gilt: Die Speicherzellen sind nicht unendlich beschreibbar, aber die Elektronik verteilt die Schreibvorgänge so, dass alle Speicherzellen gleich oft benutzt werden. Da aber kein Speichermedium vor Ausfällen geschützt ist, sollten die Daten regelmäßig, egal ob SSD oder HDD, gesichert werden.